Aus der Geschichte der Pfarrei St. Magnus in Lenzfried

Die ersten fünf Franziskanermönche kommen 1458 nach Kempten. Mit Hilfe
einiger Freunde kann für die Mönche im Jahre
1461 in Lenzfried ein Bauerngut
erworben werden,an dessen Stelle der Klosterbau entsteht. Bereits am
4. Dezember 1466 konsekriert der Augsburger Weihbischof Jodokus die
Klosterkirche. Hauptpatron ist der hl. Bernhardin von Siena.

Das junge Kloster gewinnt rasch an Bedeutung und Ansehen.Während des
Bauernaufstandes und im Schmalkaldischen Krieg wird der Lenzfrieder
Konventso sehr bedrängt, daß der Orden
1548 die Mönche abzieht.
Nun ziehen Klosterfrauen desselben Ordens in die leerstehenden Gebäude.
Im Jahre
1642 erhebt Bischof Heinrich von Augsburg die bisherige Klosterkirche
zur Pfarrkirche "St. Magnus".

1649 zieht wieder ein Konvent mit 12 Patres unter Leitung eines Guardians in die
alten Klostergebäude. Die Mönche betreuen nun auch die Pfarrei seelsorgerisch.
Im gleichen Jahr können die Franziskanerinnen ihr soeben fertiggestelltes Kloster
beziehen.

1663 werden in der Kirche drei neue Altäre geweiht. 1683 baut man Kirche
und Kloster um. Der Hochaltar wird
1748 von Kloster Lechfeld erworben.
Mit ihm erhält die Kirche eine neue Innenausstattung. In den Jahren
1765 bis 1767wird das Kloster neugebaut.

Mit der Säkularisation 1803 kommt auch das Ende des Franziskanerklosters in
Lenzfried.
1814 dienen die Klostergebäude als Lazarett, später als Schule.

Die Pfarrgemeinde errichtet 1892 / 1893 den Kirchturm. Die letzte Renovierung der Kirche erfolgte 1980 / 1981 unter Pfarrer Anton Vogler. 1992 konnte die Pfarrei das 350. Pfarrjubiläum begehen.
Seit
2002 besteht mit der Nachbarpfarrei St. Ulrich eine Pfarreiengemeinschaft.
Mit der Pfarrei Maria Himmelfahrt in St. Mang wurde
2015 die Pfarreiengemeinschaft Kempten-Ost begründet.